Wiesbadener Kurier fragt PRO AUTO - Die Bürgerlichen! und Christian Hill antwortet.



Frage 1:  Welche konkreten Ideen haben Sie, um die Zahl großer Leerstände in der Innenstadt zu senken? Was sollte aus Ihrer Sicht etwa mit der ehemaligen Sportarena und mit dem Palasthotel passieren?


Die Leerstände in unserer Innenstadt stellen ein massives Problem für die wirtschaftliche Entwicklung Wiesbaden dar. Gründe dafür sind schlechte Erreichbarkeit mit dem Auto, vernichteter Parkraum, Dreck wohin man sieht sowie Drogen- und Kriminalitätsszenen. 


Diese Mißstände müssen als erstes angegangen werden, um die City wieder attraktiv zu machen. Darüber hinaus kann es nicht die Aufgabe einer Kommune sein, jedes leerstehende, teils marode Gebäude selbst zu erwerben. 


Konkret befürworten wir, in der ehemaligen Sportarena das Stadtmuseum unterzubringen. Das Palasthotel soll hingegen an einen Investor verkauft bzw. in Erbpacht vergeben werden.



Frage 2: Die Finanzsituation in Wiesbaden ist angespannt. Was sind die wichtigsten Stellschrauben, an denen Sie drehen wollen, damit Wiesbaden finanziell gut dasteht? Kommen dabei Steuer- und Gebührenerhöhungen infrage?


Wiesbaden hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem! Deswegen sind wird grundsätzlich gegen jegliche Steuererhöhung. Bürger und Wirtschaft dürfen nicht weiter geschröpft werden. 


Eine Senkung von Grund- und Gewerbesteuer halten wir für geboten. Stattdessen muss gespart werden.  Z.B. durch keine weitere Aufblähung des städtischen Verwaltungsapparates und des Konzerns Stadt insgesamt. 


Ziel muss mittelfristig ein Stellenabbau mit nur wenigen Ausnahmen (z.B. Feuerwehr und Stadtpolizei) sein, denn Personalkosten sind ein Hauptfaktor bei den Ausgaben. 


Ideologische Stellenschaffungen wie einen ‘Fahrradbeauftragten’ wird es mit uns nicht geben.



Frage 3: Welche Strategien verfolgen Sie, neben Neubauten, um die Wohnqualität zu verbessern und bezahlbares Wohnen in Wiesbaden zu sichern? Welche konkreten Projekte und Initiativen halten Sie für notwendig?


Bauen muss endlich schneller und günstiger werden! Daher darf es keine zusätzlichen Vorschriften und Auflagen für Bauherren durch Stadt geben. 


Wichtig wären Dachausbau und Aufstockung bei bestehenden Gebäuden sowie die Schließung von Baulücken. Ebenso die Umwandlung von leerstehenden, nicht mehr vermietbaren Bürogebäuden in Wohnraum und die Überbauung und Kombination von Supermärkten mit Wohnungen. 


Auch ist eine Senkung der Nebenkosten notwendig. Nachdem schon horrende, oft durch woke Ideologie verursachte Energiekosten die Verbraucher belasten, muss nun die Grundsteuer gesenkt und auf Phantasiesteuern wie die ‘Duschsteuer’ verzichtet werden.



Frage 4: Angesichts der infrastrukturellen Herausforderungen und der teils hohen Autoverkehrsdichte: Welche konkreten Maßnahmen planen Sie, um den Individualverkehr flüssiger zu gestalten und den öffentlichen Nahverkehr sowie alternative Mobilitätslösungen zu fördern?


Um einen flüssigen Verkehr zu gewährleisten, müssen die Schikanen der vergangenen Jahre gegen die Autofahrer wieder abgeschafft werden. 


Dazu gehören z.B. die Abschaltung der Pförtnerampel, die Öffnung der Abbiegespur am Landeshaus und kein Tempo 30/40 auf Hauptstraßen. Straßensperrungen und die Wegnahme oder Einengung von Fahrspuren führen ebenfalls zu Stau. Radwege sollten verstärkt auf Mittelinseln (z.B. Rheinstraße, 1. Ring) eingerichtet werden. 


Zur Entlastung der Straßen sind eine schnelle Reaktivierung der Aartalbahn, die Ertüchtigung der Ländchesbahn und der Bau der Wallauer Spange unverzichtbar. Eine Citybahn o.ä. lehnen wir strikt ab!